Mediterraner Lebensstil

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Wer langsamer isst, nimmt auch besser ab. Hastiges Essen erzeugt Verdauungs-Stress. Wenn Hektik nahtlos in eine Mahlzeit übergeht, verkommt selbst das Glas Wein dabei zur Beruhigungspille und kann nicht mehr genusssteigernd oder gar gesundheitsfördernd wirken. Am Mittelmeer – besonders in Süditalien hat man das bewiesen – ist Alkoholsucht deswegen kaum verbreitet, weil Jugendliche bereits frühzeitig an ein „normales Maß“ gewöhnt sind: zum Essen wenige Schlucke Wein, die Flasche wird nach dem Mittagessen verschlossen und am Abend zu Ende getrunken, wieder bei geselligem Essen, kaum jemals danach.

Auf diese Weise wirken Wein, Öl und Brot zusammen mit Kommunikation und Far niente (Nichtstun), gesundheitserhaltend und krankheitsabwehrend. Viele Mosaiksteinchen müssen also zusammengesetzt werden, um den wahren Gehalt einer mediterranen Küche umfassend zu verstehen.