Der betörende Duft, der einem bei einer Fahrt durch die Provence entgegenschlägt, ist im Wesentlichen auf die ätherischen Öle von Kräutern zurückzuführen, die seit ewigen Zeiten einen großen Beitrag zur gesundheitlichen Wirkung der mediterranen Küche leisten.
Diese Öle bestehen zum größten Teil aus Terpenen. Das sind sogenannte „Sekundäre Pflanzenstoffe“, mit denen sich die Pflanze primär selbst gegen Feinde schützt. Je nach Zusammensetzung der Terpene (und einiger anderer Inhaltsstoffe) resultiert daraus der artspezifische Geruch von Thymian, Rosmarin, Basilikum, Oregano oder Sarriette (Bohnenkraut). Je besser die Anbaubedingungen für diese typischen provenzalischen Kräuter sind, desto höher ist ihr Gehalt an ätherischen Ölen (bis zu 20 Prozent!), und desto größer ist auch der gesundheitliche Nutzen. Öle wie das Thymol im Thymian oder das Menthol aus der Minze werden längst medizinisch genutzt. Schon in Seuchenzeiten hat man wegen ihrer insektenvertreibenden und keimhemmenden Wirkung Knoblauch-, Wacholder- und Rosmarinsträuße aufgehängt.
Ätherische Öle sind aber auch konzentrationsfördernd (Rosmarin und Basilikum), stimmungsaufhellend (Rosmarin stimuliert den Neurotransmitter Noradrenalin) oder blähungswidrig (Oregano), um nur einige Beispiele zu nennen. Wenn sich solche Öle in einem leckeren mediterranen Gericht mit den ätherischen Ölen anderer Komponenten verbinden (z.B. den Senfölen des Knoblauchs oder dem Zitrusöl der Zitrone), potenziert sich die Wirkung der Einzelsubstanzen.
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